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Hoyerswerdaer FC – SV Königsbrück/Laußnitz 6:1 (3:1)

In Skandalspiel untergegangen

Die beiden Teams werden in der kritischen Analyse des Geschehens gut daran tun, die Lehren aus diesem gebrauchten Tag realistisch zu sehen. Der Gastgeber – falls er seinen eigenen Ambitionen treu bleiben will – wird den Kantersieg nicht überbewerten. Die Kölauer müssen sich fragen lassen, wie sie nach dem guten Auftritt in der Vorwoche einen derart krassen Abfall hinlegen konnten. In keiner Phase brachte das Team auch nur annähernd das vor einer Woche zelebrierte Spiel zustande. Nach den Ereignissen um das Kartenfestival, dem völlig überzogenen Platzverweis gegen Ronny Frommhold und dem Elfmeter ist zwar die Verunsicherung nachzuvollziehen. Dass aber danach einige Akteure doch nicht mehr den letzten Biss zu erkennen gaben, macht schon sehr nachdenklich.

Die Angriffswirkung KöLaus beschränkte sich auf einige hoch nach vorn geschlagene Bälle und die vage Hoffnung, dass dort vielleicht eine der Spitzen einen Ball erhaschen kann. Zu wenig, um die durchaus nicht sattelfeste Abwehr der Gastgeber ins Wanken bringen zu können. Die Verteidigung brachte die technisch versierten und pfeilschnellen Babou Cham und Amadou Sow nie unter Kontrolle; sie blieben über 90 Minuten ständiger Unruheherd.

Fazit:
KöLau muss unter dem Strich eine dicke Klatsche hinnehmen und wird gut daran tun, die Ursachen vor allem bei sich selbst zu suchen. Eigentlich eher untypisch für einen KöLau- Auftritt in Hoyerswerda, aus dem wir immer was mitnehmen konnten. Ein so lebloser Auftritt passt wirklich nicht in das bisher Gezeigte. Dass der Trainer auch noch mit Platzverweis bestraft wurde, setzt dem desolaten Auftritt die Krone auf. Ein echt gebrauchter Tag, aber – wir sind von Grund auf optimistisch! – lieber einmal richtig verklatscht als sechsmal knapp!   Wir revidieren unsere Einschätzung vom Vorwochenende nicht. Bei den kommenden Aufgaben sind genügend Möglichkeiten, es deutlich besser zu machen; allerdings gilt es nun jedoch, wirklich punktemäßig Farbe zu bekennen.

Aufstellung:
1 Torwart ‒ 12 Felix Schönwitz, 13 Ronny Frommhold, 17 Sven Demel, 4 Lucas Döhne ‒  3 Robin Görlitz (46' Damian Hommel), 9 Norbert Kubaink (65' 11 Robin Masch), 5 Johannes Moschke  ‒ 19 Tim Varadi, 10 Richard Ziesche, 8 Richard Grünberg

Zuschauer: 48
Schiedsrichter: Tim Wende (LSV Bergen 1990)

Tore:
0:1 Oliver Göschick (10' ET); 1:1 Eric Schönfelder (13'); 2:1 Filipp Panasiuk (39' FE); 3:1, 4:1 Babou Cham (45‘+1, 50', FE); 5:1 Amadou Sow (53'); 6:1 Nico Kubaink (65')

Hinweis: Dieser Spielbericht ist vor der Veröffentlichung gekürzt worden. Der Original-Bericht enthielt eine detaillierte Bewertung der Schiedsrichter-Leistung, welche im Hinblick auf anstehende Sportgerichtsverfahren jedoch vorerst nur den verhandelnden Parteien vorgelegt wird.

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