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SV Grün-Weiß Schwepnitz - SV Königsbrück/Laußnitz 1:0 (0:0)

Nullnummer knapp verfehlt

Zum Saisonstart fast auf den Tag genau acht Wochen nach Abschluss des letzten Spieljahres traten die KöLauer erneut bei den Grün-Weißen an. Den Erfolg vom Juni noch im Hinterkopf, waren die Erwartungen auch für das erneute Aufeinandertreffen entsprechend gesetzt. Man rechnete vorab mit einer weitgehend ausgeglichenen Partie. So sollte es dann auch kommen.

KöLau startete erfreulicherweise offensiv und vermittelte durchaus den Eindruck, gleich zu Saisonbeginn ein klares Signal setzen zu wollen. In den ersten dreißig Minuten gelangen mehrfach gute Ansätze, die allerdings nicht zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden konnten. Nachdem ein vermeintlicher Schwepnitzer Treffer wegen Abseits zu Recht nicht gegeben worden war, hatte KöLau seine beste Angriffsszene. Hendrik Schönes sehr straffer Schuss vom Freistoßpunkt aus 22 Metern rasierte die Latte (24‘). Einer der wenigen hochkarätigen Tormöglichkeiten für die KöLauer. Nach 41‘ verfehlte ein weiterer Versuch knapp das Ziel. Gegen Ende der ersten Halbzeit mehrten sich dann aber auch die Torraumszenen für die Schwepnitzer Angreifer. Zweimal hatten die Gäste echten Dusel, als brenzlige Situationen noch gerade eben überstanden wurden. Bloß gut, dass dann endlich Halbzeit war und das 0:0 in die Kabine gerettet werden konnte.

Die zweite Halbzeit ging bei zunehmenden Hitzegraden mehr oder weniger ausgeglichen und ohne spielerische Highlights über die Bühne. Bemerkenswert allenthalben, wie diverse „Neuerungen“, die beim FIFA World Cup probiert worden waren, nun in der Kreisliga zur Wirksamkeit gebracht werden sollen. Sehr gut: Man verzichtete auf den „Hydration break“! Weniger gut: Die Spielverzögerungen durch mehrfach tatsächliche oder simulierte Fouls und durch ewige Sekunden bei der Suche nach Ersatzbällen für weit in die Umgebung gedroschene Bälle. Der Schiri wäre gut beraten, den zeitlich strafferen Ablauf konsequenter durchzusetzen. Der gesamte zweite Durchgang wirkte insgesamt auf beiden Seiten relativ zerfahren. KöLau versuchte es mit der bewährten Methode: Mit schnellen Pässen in die Spitze Gefahr zu erzeugen, bei Schwepnitz wirkten viele Aktionen verkrampft. Leider bekam man mit zunehmender Spieldauer den Eindruck, dass die KöLauer sich mehr auf die Sicherung des Resultats verlegten, statt eigene Aktionen nach vorn zu versuchen. Unkonzentriertheiten mehrten sich, sehr risikobeladen Ausflüge unseres Keepers und Fehlabspiele im Mittelfeld servierten den Gastgebern mehrfach Einladungen zum erfolgreichen Abschluss. Erneut sehnte man den letzten Pfiff der Begegnung herbei. Kurz vor Schluss dann leider doch noch das Gegentor. Erneut nach Fehler bei einem Geplänkel ca. 35 m vor dem KöLauer 16er kommt der Gegner in Ballbesitz und hebt den Ball über den herausstürzenden Keeper ins Netz.

Fazit: KöLau startet mit einer 100%ig überflüssigen Niederlage in die Saison. Nach Spielverlauf, beidseitigen Chancen und Problemen hielt sich bis zum Schluss die Einschätzung, dass sich an diesem Tag zwei absolut gleichwertige Teams gegenüberstanden. Nach den formalen Regeln der Wahrscheinlichkeit ein typisches 0:0-Match. KöLau machte einen Fehler zu viel. Nächste Woche zum ersten Heimspiel drehen wir das Geschehen.
(w. packebusch, 16.08.2026)

Aufstellung:
1 Marlon Riemer, 2 Leandro Richter, 17 Sven Demel, 8 Max Winkler, 5 Kevin Waszkowski, 92 Hendrik Schöne (63‘ 4 Lennard Metzner), 9 Norbert Gill (19‘ Tim Varadi), 3 Dominik Tille, 15 Joshua Kratz (77‘ 10 Marvin Ziller), 99 Jerome Mickisch (73‘ 7 Richard Grünberg), 73 Lennox Hofman (80‘ 18 Niklas Weidner) 

Zuschauer: 150
Schiedsrichter: Tim Wende (LSV Bergen 1990)

Torfolge: 1:0 Willi Stroh (90‘)

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